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* Veganer. Nur ganz kurz angebraten.

Posted on November 3rd, 2009 by eat. Filed under aus der küche, living in a virtual world.


photo: wikipedia.org

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Im Nutriculinary Blog hat der von mir sehr geschätzte Paulsen eine wie gewohnt, pointierte und äußerst unterhaltsame Glosse verfasst. Das Thema sind hanf-angereicherte Landjägerimitate. Und ein Kochbuch das nur vegane Rezepte beherbergt. In den Comments habe ich es geschafft, ein wenig für Unmut gesorgt. Dort wurden meine Kommentare über die anderen Kommentare irgendwie als Vegan-Bashing-Bashing verstanden was sie naja, ehrlich gesagt auch ein wenig sind. (Vegan Bashing der besonderen Güte findet man übrigens hier.)

Ich bin als Koch, Fleischesser, Vater und Genussmensch ständig dabei, mich auf immer verschiedenen Ebenen,  mit dem Thema Essen und Ernährung zu beschäftigen. Dabei bin ich zur Erkenntniss gelangt dass, der vegane Lebensstil, wenn er auch für mich nicht in Frage kommt, gar keine solch böse Sache ist. Im Gegenteil, er macht in vieler Hinsicht Sinn und kann wahrscheinlich einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Erde haben. Doch immer wieder stößt man sobald es um Veganismus oder dessen Auswirkungen geht, auf Kommentare wie diesen (von der von mir gerne gelesenen, katha von esskultur): solange es diesen ganzen imitat-krempel gibt, solange wird vegane ernährung nicht ernst genommen werden. garantiert. Ich glaube zu wissen was sie meint, aber es funzt nicht so recht. Denn, wenn wir so denken, macht auch dieser Satz Sinn: Solange es diesen ganzen Bifi-Krempel gibt, wird die wird die ganze fleischbasierte Ernährung nicht ernst genommen werden. Garantiert.

Nur, das wird sie aber. Und das führt meines Erachtens nach zur Schlussfolgerung, dass es nicht die Ernährungsweise ist, die Ernst genommen werden müsste oder sollte, sondern wie man diese Ernährungsweise lebt. Und da sind Landjägerimitate und Tofugrillwürste letztlich nicht der Maßstab. Sondern Bücher wie das vom Nutriculinary vorgestellte Vegane Kochbuch der Münchner Gastronim Sandra Foster. Oder diese hier. die ich beide besitze und vom Küchenchef des Millenium Restaurants in San Francisco (ich weiß schon was sie denken…) Eric Tucker verfasst wurden. Darin finden sich wirklich großartige Rezepte die gefüllt sind mit Kreativität und der augenscheinlich Begeisterung fürs Essen und Kochen. Bloß ohne Tiere.

Ich weiß nicht, ob es die lange Tradition des deutschen Volkes riesige Mengen an Wurst und Fleisch zu essen ist, die diese negative Einstellung zum Veganismus verursacht. Aber Traditionen sollten uns nicht hindern, mal über den Tellerrand zu schauen. Auch wenn da nur grüne Wiesen zu finden sind.

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