Archive for November, 2009
* Ganz kurz angebraten: Dicke Deutsche und kein Ende
Posted on November 28th, 2009 by eat. Filed under fotografische Berichterstattung, ich glotz tv.
Hier wird noch einmal ganz gut zusammengefasst was so bei “hart aber fair” lief, als Pollmer, Mälzer et al dort zu Besuch waren. (via Nutriculinary’s Twitter.) Offenbar war das Zuschauen Zeitverschwendung. Dabei liegt die Lösung doch auf der Hand und bedarf gar keiner tiefen Analyse einiger Quasiexperten: Kinder an den Herd! Denn nur wer kochen kann, wird das Dicksein auf lange Sicht vermeiden können. 

* Speck. Ganz kurz angebraten.
Posted on November 12th, 2009 by eat. Filed under Neues aus der Non-Food Abteilung, fotografische Berichterstattung, its art dude., living in a virtual world.
Umschläge die wie Speck schmecken. Das ist ja noch besser als fast so gut wie Schoko-Speck.
Via Eat Me Daily’s Twitter.
* Veganer. Nur ganz kurz angebraten.
Posted on November 3rd, 2009 by eat. Filed under aus der küche, living in a virtual world.

photo: wikipedia.org
Im Nutriculinary Blog hat der von mir sehr geschätzte Paulsen eine wie gewohnt, pointierte und äußerst unterhaltsame Glosse verfasst. Das Thema sind hanf-angereicherte Landjägerimitate. Und ein Kochbuch das nur vegane Rezepte beherbergt. In den Comments habe ich es geschafft, ein wenig für Unmut gesorgt. Dort wurden meine Kommentare über die anderen Kommentare irgendwie als Vegan-Bashing-Bashing verstanden was sie naja, ehrlich gesagt auch ein wenig sind. (Vegan Bashing der besonderen Güte findet man übrigens hier.)
Ich bin als Koch, Fleischesser, Vater und Genussmensch ständig dabei, mich auf immer verschiedenen Ebenen, mit dem Thema Essen und Ernährung zu beschäftigen. Dabei bin ich zur Erkenntniss gelangt dass, der vegane Lebensstil, wenn er auch für mich nicht in Frage kommt, gar keine solch böse Sache ist. Im Gegenteil, er macht in vieler Hinsicht Sinn und kann wahrscheinlich einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Erde haben. Doch immer wieder stößt man sobald es um Veganismus oder dessen Auswirkungen geht, auf Kommentare wie diesen (von der von mir gerne gelesenen, katha von esskultur): solange es diesen ganzen imitat-krempel gibt, solange wird vegane ernährung nicht ernst genommen werden. garantiert. Ich glaube zu wissen was sie meint, aber es funzt nicht so recht. Denn, wenn wir so denken, macht auch dieser Satz Sinn: Solange es diesen ganzen Bifi-Krempel gibt, wird die wird die ganze fleischbasierte Ernährung nicht ernst genommen werden. Garantiert.
Nur, das wird sie aber. Und das führt meines Erachtens nach zur Schlussfolgerung, dass es nicht die Ernährungsweise ist, die Ernst genommen werden müsste oder sollte, sondern wie man diese Ernährungsweise lebt. Und da sind Landjägerimitate und Tofugrillwürste letztlich nicht der Maßstab. Sondern Bücher wie das vom Nutriculinary vorgestellte Vegane Kochbuch der Münchner Gastronim Sandra Foster. Oder diese hier. die ich beide besitze und vom Küchenchef des Millenium Restaurants in San Francisco (ich weiß schon was sie denken…) Eric Tucker verfasst wurden. Darin finden sich wirklich großartige Rezepte die gefüllt sind mit Kreativität und der augenscheinlich Begeisterung fürs Essen und Kochen. Bloß ohne Tiere.
Ich weiß nicht, ob es die lange Tradition des deutschen Volkes riesige Mengen an Wurst und Fleisch zu essen ist, die diese negative Einstellung zum Veganismus verursacht. Aber Traditionen sollten uns nicht hindern, mal über den Tellerrand zu schauen. Auch wenn da nur grüne Wiesen zu finden sind.
* Thank You, Gourmet!
Posted on November 1st, 2009 by eat. Filed under living in a virtual world.
(English translation follows at the bottom of the post.)
Wenn alte Freunde sich verabschieden, hilft es die Erinnerungen zu sammeln. Für sich, fürs Gemüt und für die Ewigkeit. Sicherlich ist eine Zeitschrift kein wahrer “Freund”, aber die Website Thank You, Gourmet der amerikanischen Food-Autorin Renee Schettler, zeigt deutlich dass vielen Menschen auch eine Zeitschrift besonders ans Herz wachsen kann. Auf der Website sammelt Schettler Erinnerungen und manchmal melancholische Blicke zurück für die Unendlichkeit. Ich glaube, dass Gourmet, das 68 Jahre lang zum guten Geschmack beigetragen hat, eine solche Sammlung verdient. Auch von mir hier ein “Danke schön, Gourmet” für all die Jahre die ich mit dem Heft verbracht habe. Und ich danke der Chefredakteurin Ruth Reichl, für den Mut die Zeitschrift zum Führer der lokalen Landwirtschaftsbewegung zu machen, auch wenn die Großindustrie als Werbepartner davon sicherlich alles andere als begeistert war, und sie somit vielleicht ungwollt zum Ende der Zeitschrift beigetragen hat. Laut dem Verlag Condé Nast waren es nämlich die um 47% eingebrochenen Anzeigenverkäufe die letztlich zum Ende des Hefts geführt haben. Es ist schwer zu glauben, dass ein Heft das solange auf dem Markt war, so schnell aufgegeben werden kann.
Der ehemalige Gourmet-Autor Francis Lam hat auf Thank you Gourmet folgende Worte (u.a.) als Gedanken hinterlassen.
Mehr muss nicht gesagt werden.
I had sort of a strange position at Gourmet, writing for the magazine
from home. I went into the office that afternoon, to say hello and to
say sorry and to offer, dumbly, to help my friends pack their offices.
I’d lost my job just as much as they’d lost theirs, but as I walked
around and heard the sobbing and the brave, cold gallows humor, I
realized that they were losing so much more than me. 34 years, 23
years, 18 years: this is the scope of time we’re talking about. So
many people worked there with such talent and dedication and, over
time, love for one another.So I hurt for them. But at the same time, it occurred to me that our
culture suffers for this, too. There are other great food magazines,
but which of them, I wonder, would run a story on slave labor in
tomato fields, on industrial chicken slaughter, on how unglamorous a
life in food can be? Let alone—and this is not insignificant—pay
for that kind of reporting? Sure, other magazines might do that—
upstairs, at the New Yorker, for instance—but I think it was
especially meaningful that an “elitist, luxury food magazine” would do
that. This was the true luxury of Gourmet: that it had the confidence
and the resources to try to challenge its readers.
When old friends depart, it helps to collect the memories. For one’s self, for the soul and for eternity. Surely a magazine cannot be considered a true „friend“ but the tribute website Thank You, Gourmet by american food writer Renee Schettler, shows clearly that many people can hold a magazine dear to their heart. On the site, Schettler collects memories and sometimes melancholy looks back, for posterity. I beleive that Gourmet, which had shown us for 68 years what good taste is all about, deserves such a collection. From me here also a heartfelt Thank you, Gourmet, for all the years I was lucky to spend with the magazine. And my thanks to former editor-in-chief, Ruth Reichl for the courage to spearhead the locavore movement, even at the risk of losing industrial food corporation ads, since these companies could not have been to happy with this development. According to Condé Nast it was after all, the loss of 47% of ad revenue which led to the magazine’s demise. It is hard to believe that a magazine which had been on the market for so long, be given up so quickly.
Former Gourmet writer Francis Lam had the following to say on Thank you, Gourmet. I believe no more needs to be added.
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