Archive for Oktober, 2009

* Hamburger Wassertage

Posted on Oktober 30th, 2009 by eat. Filed under Neues aus der Non-Food Abteilung, Trink was Gutes, Uncategorized, fotografische Berichterstattung, living in a virtual world.


Die guten Menschen von Viva con Agua verdienen unserer aller Unterstützung. In der Zeit vom 23.11. bis 6. 12. 2009 finden in mehreren deutschen Städten die Wassertage statt. Mit vielen attraktiven Events in hippen Locations. Also nix wie hin.

Mehr Infos dazu unter  vivaconagua.org

Hier das Programm für Hamburg:

39477855

Post to Twitter

Tags: , , .



* Frisch gebrüht – Torrefaktum, Hamburg

Posted on Oktober 26th, 2009 by eat. Filed under Trink was Gutes.


Wer bei Torrefaktum seinen Kaffee kauft, kann sich in gutem Gewissen förmlich einhüllen. Hier werden alle Kaffees im Rahmen des partnerschaftlichen Handels bezogen und entsprechen mindestens dem Fair Trade Standard. Aber darüber hinaus ist Torrefaktum auch ein integratives Projekt, das Menschen mit Behinderungen ermöglicht am Arbeitsalltag teilzuhaben. Organisiert und gefördert wird das Projekt durch die Fortbildungsakademie der Wirtschaft, FAW.

Obwohl der Laden selbst ein wenig spät-siebziger, laidback Öko-Charme verteilt, ist man hier sehr engagiert, auf meine Fragen über das Konzept und über die Kaffees wird nicht nur freundlich, sondern auch sehr kompetent eingegangen. Geröstet wird hier in einer 15 kg Kaffee fassenden Trommelanlage, und das von zwei Röstern, mehrmals täglich.  Die Preise liegen für fair-gehandelten Kaffee finde ich sehr niedrig, so kostet der Espresso als ganze Bohne gerade mal € 3,90 für 250 g. Alle Kaffeesorten können auch online bestellt werden.

Schmeckt gut, tut Gutes und sieht gut aus.

Schmeckt gut, tut Gutes und sieht gut aus.

Der Espresso wird als ein Kaffee mit ausgeprägtem Körper und fruchtig-nussigen Aroma mit floralen Noten beschrieben. In der Tasse hat er in meinem Siebträger-Apparat zubereitet, eine sehr feinstrukturierte, wenn nicht gerade üppige Crema und einen angenehmen Geschmack, der der Beschreibung sehr nahe kommt.

Hier steht hinter einem bemerkenswertem Projekt ein Kaffee den es zu kaufen sich durchaus auch geschmacklich lohnt. Und wer gerade in Ottensen unterwegs ist, kann sich am Tresen für 1€ einen wirklich guten Espresso servieren lassen.

Torrefaktum-Kaffeerösterei

Bahrenfelder Straße 237
22765 Hamburg

Tel;040/2981263

torrefaktum.de

Post to Twitter

Tags: , , , , .



* where’s the beef?

Posted on Oktober 22nd, 2009 by eat. Filed under Neues aus der Non-Food Abteilung, aus der küche, living in a virtual world.


hereford_bull_large

foto: wikipedia

Über den Sinn und Widersinn und der Qualität des neuen Magazins Beef! ist ja an vielen Stellen (z.B. hier, hier und hier) bereits genug gesagt worden. Da muss ich nicht auch noch meine Meinung dazu großartig kund tun. Ich glaube von mir könnte eigentlich ein Wort vollkommen ausreichen, um zu beschreiben wie ich das Heft finde: wasissndasfüreinschwachsinn.

Aber ich sag trotzdem noch was dazu.

Sicher, im Abo-Sammelpack mit dieser und dieser und dieser Zeitschrift könnte es sogar klappen,  das Heft profitabel an den Mann zu bringen. (Zielgruppe! Zielgruppe! Zielgruppe!) Ernsthaft  glaube ich jedoch dass Beef! ein Vanity Fair mit Bratpfannen sein wird, dessen hochgestecktes Ziel kaum zu realisieren sein wird.

Es ist nicht nur die Attitüde des Hefts, die mir im Hals stecken bleibt, sondern auch die damit  gepaarte, offensichtliche Ahnungslosigkeit der Redaktion.  So kann man für € 300 (bzw. € 650 für das all-inclusive Paket) sich die Zutaten des Menus des Monats ins Haus schicken lassen. Dabei vergessen sie leider ein wichtiges Prinzip: “Erst die Hose, dann die Schuhe”. Schließlich wird doch jeder gute Koch, ob testosteron- oder östrogengesteuert spielt  keine Rolle, es sich nicht nehmen lassen seine Ware selbst zu begutachten bevor er (sie) den Einkauf in die Ladefläche des Range Rovers bugsiert. Aber vielleicht hat es ja was, am Samstag vormittag bei der Post zu stehen um sich das Fresspaket abzuholen, was mir jetzt nicht ins Auge springt. Und wahrscheinlich hat der Beef!-Leser eh eine Ehefrau zuhause, die das Paket entgegennimmt, während ihr Nagellack trocknet. Aber was kriegt man für seine € 300 überhaupt? Sehen sie selbst:

Lieferliste des Artikels 27563 Beef Folder Menue Ausgabe 1

Beschreibung Menge

Tramezzini Brot 250 g (10×23 cm,5 Scheiben pro Pack.) 1 STÜCK

Oscar Wild Fond Konzentrat, flüssig 200ml (für ca.6 Liter) 1 STÜCK

Wildpasteten-Gewürzmischung im Glas 250 ml/100g 1 STÜCK

Sal Tradicional, mittel, 1kg Stoffbeutel,weiß,feucht,CERTIPLANET-zertifiziert 1 STÜCK

Nitrit Pökelsalz im Glas 250ml/ 250g 1 STÜCK

Senf-Pulver, Colman 57g England 1 STÜCK

Bos Food Hagebutten-Püree/ Mark 680g Glas 1 STÜCK

Apfel-Honig Essig 500 ml Soripa 1 STÜCK

Oscar Geflügelbratenjus 900g 1 STÜCK

Oscar Hühner Fond Konzentrat, flüssig 200ml (für ca. 6 Liter) 1 STÜCK

Sherry Essig Barneo 375 ml (7%Säure) 1 STÜCK

Apfel Essig Klassik Gölles, 500 ml 1 STÜCK

Hummer frisch Europa 1,2 KG

500 gr frischer Speck gewürfelt 1 STÜCK

400 g mageres Rehfleisch gewürfelt 1 STÜCK

Schweinefleisch gewürfelt 250 g 1 STÜCK

Heilbutt ca. 3 kg ganz 3 KG

300 gr ausgelöster Rehrücken 1 STÜCK

Parma Schinken in Scheiben 100gr 1 STÜCK

Villa Caviviana Olivenöl Italien “Tuscia DOP” 500 ml 1 STÜCK

Das macht 15 Euro pro Zutat. Die Leute bei bos-food müssen sich krümmen vor Lachen.

Ich jedenfalls werde beef! nie wieder kaufen. Lieber gebe ich die € 9,80 beim meinem Schlachter an der Ecke aus. Denn Kochen tue ich für mich, und um den Menschen die an meinem Leben teilhaben, eine Freude zu bereiten. Und  nicht um andere zu beeindrucken.

Hier noch eine Kultwerbung aus den Achtzigern. Irgendwie passts.

Post to Twitter

Tags: , , , , .



* Happy Birthday to me!

Posted on Oktober 21st, 2009 by eat. Filed under Uncategorized.


Happy Birthday!

eat ist heute 1 Jahr alt! Vielen Dank allen Lesern!

Post to Twitter

.



* Ich mach’s anders!

Posted on Oktober 15th, 2009 by eat. Filed under aus der küche, fotografische Berichterstattung.


Wenn in ich mal in England bin, fahre ich immer rechts. Rodeln? Natürlich bergauf. Und zu Fisch gibt es bei mir Rotwein.

Diese etwas ungewöhnlichen Praktiken stammen nicht, wie man vielleicht vermuten mag, aus einer grenzenlosen Antihaltung, bedingt durch eine turbulente Jugend im Deutschland der 70er-Jahre. Im Gegenteil, denn eigentlich bin ich vollkommen harmoniesüchtig, fragen Sie da mal meine Frau. Ich tue das alles aus Zwang. Beruflich bin ich dazu verdammt, ständig entgegen der Jahreszeit zu kochen. Weihnachtsplätzchen gibt es bei mir immer während der Sommerferien. Silvester feiere ich gerne auch mal im September und  Austern bereite ich meist in Monaten ohne “R” zu. Momentan gibt es bei mir Erdbeeren. Kleine, holzige, säuerliche Fruchtplacebos die hart und unerfreulich in Rhabarbergelee landen (der Saft (Nektar) des Rhabarbers schmeckt jedoch, der kommt aus der Flasche,) Oder im Salat mit braunen Pfirsichen. Es ist ein schweres Los, dass ich mit wenigen teile.

Aber es macht mich stutzig, dass ich diese Zutaten überhaupt im Oktober bekomme. Dass einer der Obsthöker auf meinem Wochenmarkt diese Dinge führt, ist für mich zwar ein Segen (“Erdbeeren? Haben wir auch zu Weihnachten.”) Doch eigentlich müsste man Händler wie diesen wie die Pest meiden. Haben Obstfachhändler nicht, ähnlich wie das dritte Programm, auch einen Bildungsauftrag? Sollten sie nicht all den unwissenden Konsumenten den Sinn und Nutzen des jahreszeit-bezogenen Einkaufs nahebringen? Können sie nicht, nicht nur der Bildung halber, einfach nur das führen was es jetzt, aus der Region, tatsächlich gibt,  statt peruanischen Spargel und kanarische “Erdbeeren”?

Erst wenn man gezwungen ist die Dinge außerhalb der Saison essen zu müssen, weiß man wie gut sie schmecken können wenn die Zeit dafür ist. In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Quittenkauf.

Im Sommer hätte er geschmeckt.

Im Sommer hätte er geschmeckt.

Post to Twitter

Tags: , , , .



* Cucina mobile!

Posted on Oktober 13th, 2009 by eat. Filed under An apple a day, keeps the administrator away..


So jetzt ist es offiziell: zumindest meine Arbeit ist im 21. Jahrhundert angekommen. Günter Beer, Food-Fotograf aus Barcelona, hat aus einem wunderbaren Kochbuch ein App für das i-phone gebaut. Das mit der Autorin Ingeborg Pils entstandene ItaliensKüche ist ein kleiner Alleskönner für das Phone. Und es ist ist nicht nur praktisch, sondern nett anzuschauen, denn zusammen mit Herrn Paulsen von Nutriculinary bin ich durch das Stylen vieler der Fotos für den Inhalt mitverantwortlich. Außer den schönen Fotos sind natürlich viele Rezepte und ein nützliches Glossar im App, das als auch super Reisebegleiter fungieren kann, denn es ist, wenn erst ein mal installiert, vollkommen Roaming-Kosten frei und bietet selbst im hinterletzten Winkel Italiens seine Dienste an. (Zum Beispiel könnte man dem unfreundlichen Wirt des Tourilokals mal zeigen wie italienisches Essen wirklich auszusehen hat..)

Im App-Store kostet das Buch momentan 3,99 €. Ich würde gerne mit einem Bericht aufwarten wie das Program arbeitet kann dieses leider aber nicht Denn:

italienskueche_rezept1-4383213cIsch ‘abe gar keine i-phone!

Update: Derzeit rangiert Italiensküche unter den Lifestyle-Apps auf Platz 50. Noch vor Jamie Oliver! Siehe in den Kommentaren!

Post to Twitter

Tags: , , , , , .



* Die 50 besten, schnellsten und tollsten Rezepte deutscher Foodblogs

Posted on Oktober 4th, 2009 by eat. Filed under aus der küche, fotografische Berichterstattung.


Mein Freund Herr Paulsen bei Nutriculinary hat eine Aktion ins Leben gerufen die ich doch als geeigneten Wiedereinstieg für mein eigenes, zu lange schlafendes, kleines Blögchen gerne unterstütze. Dort werden die schnellsten und einfachsten Rezepte deutschsprachiger Foodblogs gesucht. Meinen Beitrag zu dieser Aktion habe ich vor langer Zeit mal für eine Zeitschrift entwickelt und bereite es heute immer noch gerne zu.

Das Rezept ist so simpel wie befriedigend, die Zutaten gibt es in jedem Supermarkt und wenn man zufällig einen Sonntagsausflug zu einer Forellenzucht hinter sich hat, kann man den noch warmen geräucherten Fisch mit dem was man meist zu Hause hat schnell zu einem leckeren Dip verarbeiten.

foto: eatblog/ulrike holsten

foto: eatblog/ulrike holsten

Forellencreme
Für 4-6 Portionen
Zubereitungszeit 10 Minuten

250 g Räucherforellenfilet
2 Stiele Dill
1/4 Bund Schnittlauch
2 EL Sahnemeerrettich
150 g Frischkäse
1-2 EL körniger Senf
Salz
Pfeffer
1-2 TL Zitronensaft

Räucherforellenfilet von den Gräten befreien. Den Fisch zerzupfen und in eine Schüssel geben, Kräuter fein schneiden und zum Fisch geben.

Meerrettich, Frischkäse und Senf verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen.
Frischkäse mit dem Fisch mischen.

Creme in Schüsselchen füllen und mit geröstetem Brot servieren.

Post to Twitter

Tags: , .