Archiv für 7. November 2008

Klopse in a bottle.

Freitag, 7. November 2008

hier.

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¿Se habla español?

Freitag, 7. November 2008

 Foto: The Pug Father

Bei Plus gibt es jetzt einen ganzen Serrano-Schinken inklusive Schneidehalter und Messer für sage und schreibe € 49.90. Das ist doch ein richtig tolles Angebot! Oder?

 

Bei Plus nennen Sie es  Spanischen Genuss. Ich nenne es Verarschung.

 

Laut EU-Norm ist Serrano eine g.t.S, eine “garantiert traditionelle Spezialität”.  Diese Norm sagt nichts über die Herkunft des Schinkens aus, oder über die Herkunft des Rohfleischs das zur Herstellung verwendet wird. Solange ich gewisse Herstellungsreichtlinien befolge kann ich also in Hamburg Schinken herstellen, und es Serrano nennen.  Hier ein Auszug aus der Seite des Consorcio del Jamon Serrano, ein spanisches Prüfgremium welches immerhin eine gewisse Qualität strikter als die EU-Norm verlangt (spanische Tiere, spanische Herstellung)  um den Serrano dann mit Ihrem Siegel auszuzeichnen:

“Heutzutage ist der “Serrano”-Schinken ein Produkt, das in der Europäischen Union als garantiert traditionelle Spezialität (g.t.S.) geschützt wird und Spanien ist sein wichtigster Produzent.

 

(Näheres über den gebräuchlichen spanischen Serrano findet man auf der Seite des Consorcio.)

 

Wo der Plus-Serrano herkommt können wir folglich nur ahnen.

 

Hier ein Auszug aus einem Report der Saria AG, laut Webpage “das größte familiengeführte europäische Unternehmen im Bereich der Schlachtabfall- und Tierkörperentsorgung und -verwertung.”

“Unsere Kunden in der fleischverarbeitenden Industrie orientieren sich in diesem Sinne. Täglich gehen die LKW mit westfälischen Schinken nach Italien, um dort zu Parma- oder nach Spanien, um dort zu Serano-Schinken veredelt zu werden. Dänische Schweine werden in Niedersachsen zerlegt, und deutsche Fettabschnitte gehen in die polnische  Wurstproduktion. Unsere Kunden sind in dem geeinten Europa angekommen. Wir aber auch.” 

 

Sparen Sie sich also die 50 Euro und investieren lieber etwas Geld in einige hundert Gramm echten Pata Negra Schinken. Den Reisenklops kriegen sie eh nicht gegessen bevor er ranzig ist. 

 

Und wer es ganz dicke hat greift gleich richtig in die Tasche für einen echten Jabugo-Schinken.

Wenn Sie schon den Plus-Schinken gekauft haben sollten trösten sie sich mit der Tatsache das es auch schlimmer sein könnte.

 

Und hier noch ein Rezept:

Jabugo Schinken mit gegrillten Feigen

 

 

8 Feigen

Salz

Pfeffer

1 Chilischote, rot

1 halbe Vanilleschote

40 g Zucker

200 g Jabugo-Schinken in dünnen

Scheiben

4 EL Olivenöl

 

 

1. Die Feigen waschen und den Stielansatz entfernen. Die Feigen kreuzweise bis zum untersten Drittel einschneiden und mit Daumen und Zeigefinger zusammen drücken. Feigen in eine ofenfeste Form stellen. Mit 2-3 EL Olivenöl beträufeln und leicht mit Salz und Pfeffer würzen.

 

2. Chilischote entkernen und fein hacken. Halbe Vanilleschote auskratzen und das Mark mit der Chilischote dem Zucker vermischen. Gewürzzucker auf die Feigen streuen.

 

3. Die Feigen unter dem heißen Ofengrill auf der 2. Schiene von unten ca. 10 Minuten grillen. 

 

4. Inzwischen den Schinken auf 4kleine Teller verteilen. Grosszüggig mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit dem restlichen Olivenöl beträufeln.

 

5. Zwei Feigen auf jeden Teller geben und sofort servieren.

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