Archive for November, 2008
* New York – eine Nachlese
Posted on November 28th, 2008 by eat. Filed under eat take out.
New York ist einfach nicht mehr das, was es mal war. Freundliche Menschen zeigen einem unaufgefordert den Weg zur U-Bahn. In der man auch fahren kann, ohne alle 20 Sekunden in völlige Dunkelheit gehüllt zu werden. Kaffee hat Milchschaum. Und large heißt jetzt venti (?).
Doch, es war mindestens genauso so toll wie erhofft, in vielen Dingen noch besser (Chinatown, der Blick von Rockefeller Center, East Village). In einigen auch schlechter.
Und in alter New Yorker Manier das Schlechte zuerst:
Mr. Tangs Restaurant in Chinatown meiden. Wie die Pest. Meine Mutter kocht besser chinesisch.
Muss man mich und meine Begleitung immer mit Guys ansprechen? Hey, how are you guys tonight? You guys make a decision? Great choice, guys. You guys have a great night. Thanks for paying 8 fucking bucks for a beer guys! You guys want dessert?
Mein kleiner Tip für Restaurantbetrieber: fehlende Kompetenz kann man durch übertriebene Jovialität nicht wettmachen.
Es gab auch Highlights ganz klar: der Vibe der Lower East Side, mittlerweile zwar auch etwas schick, aber immer noch mit vielen funky dingen. Die unglaubliche Anzahl der Restaurants die alle voll waren. Wie jung das Publikum ist und wie locker die Leute mit dem Thema essen und trinken umgehen.
Hier die kurze hitliste in keiner besonderen Reihenfolge
Nori Super sushi zu günstigen Preisen. Unbedingt Miso marinierten Lachs als Nigiri probieren.
Veselka ukrainische Spezialitäten (nicht gegessen) und ein anständiges Frühstück (2 x in vier Tagen gegessen) Und service wie er sein sollte, zumindest in New York: rüde, patzig oder nicht existent! Ruhig mal Kasha als Beilage probieren, und hier berichten wie es war.
Hot sausage überall in der Stadt zu finden. Dip into the dirty water!
The Bourgeois Pig schöne Weinbar mit Weinen aus Frankreich und Fondue, ja Fondue! Montags gibts ab und an Wein zum halben Preis pro Flasche was doch sehr hilft bei Preisen ab $36. Frühes Kommen garantiert einen Tisch, jedoch auch Tom Waits bei Stadion-Lautstärke, also lieber reservieren. (” We keep the music at the same level, that makes it easier.” Stimmt, das kann schon verdammt anstrengend sein, so am Knauf zu drehen, ich verstehe.) Wenn es da doch zu voll ist gibt der doorman gerne tips wie z.B.
Giano wo wir nur eine sehr gute warme Schokotorte hatten und einen sehr guten Salice Salentino. Und den ersten Kellner in New York, bei dem Freundlichkeit, Professionalität und Charme AUF EINMAL zu finden waren.
Katz’s Deli immer noch das zarteste Pastrami der Stadt. Nicht erschrecken es ist viel Fleisch auf jedem Sandwich und kostet dementsprechend. $14.95 für ein sandwich ist schon ne Menge, aber man lebt nur einmal!
East Village Bed and Coffee Anne könnte mal das Bad renovieren aber für $125 die Nacht für 2 Personen ist der Laden nicht zu toppen. Und wer richig sparen will hat auf jedem Stockwerk voll eingerichtete Küchen zur Verfügung. Großartige Gastgeberin, sehr unkompliziert und freundlich, und hilfsbereit. Die haus eigenen Hunde haben im Halloween-Costume-Contest den vierten Platz belegt als Hugh Hefner und Bunny.
Dort teilten wir das Bad mit diesen Jungs: Australias next big thing!
Noch zwei wichtige Dinge
Ich habe neue Turnschuhe und es scheint alle lieben Obama!
Den Schoko-Speck habe ich vergessen.
Und beim nächsten Mal gehe ich zum Friseur:
* Sind mal ein paar Tage weg.
Posted on November 19th, 2008 by eat. Filed under eat take out.
Ich erzähl ab Donnerstag nächster Woche wie es war. Und wo wir so essen waren. Die Sonne soll scheinen! Und ich bring Schoko-Speck mit.
* Wäre ich bloß darauf gekommen!
Posted on November 11th, 2008 by eat. Filed under Uncategorized.
“I love bacon, and I love chocolate,” she gushed. “This is such a great combo. I love it.”
Foto: Hiroko Masuike for The New York Times
Ja. Speck. Wirklich.
Morgen probier ich Schmalz mit Fondant aus. Könnte ein Hit werden.
* Klopse in a bottle.
Posted on November 7th, 2008 by eat. Filed under Uncategorized, its art dude..
* ¿Se habla español?
Posted on November 7th, 2008 by eat. Filed under Uncategorized.
Bei Plus gibt es jetzt einen ganzen Serrano-Schinken inklusive Schneidehalter und Messer für sage und schreibe € 49.90. Das ist doch ein richtig tolles Angebot! Oder?
Bei Plus nennen Sie es Spanischen Genuss. Ich nenne es Verarschung.
Laut EU-Norm ist Serrano eine g.t.S, eine “garantiert traditionelle Spezialität”. Diese Norm sagt nichts über die Herkunft des Schinkens aus, oder über die Herkunft des Rohfleischs das zur Herstellung verwendet wird. Solange ich gewisse Herstellungsreichtlinien befolge kann ich also in Hamburg Schinken herstellen, und es Serrano nennen. Hier ein Auszug aus der Seite des Consorcio del Jamon Serrano, ein spanisches Prüfgremium welches immerhin eine gewisse Qualität strikter als die EU-Norm verlangt (spanische Tiere, spanische Herstellung) um den Serrano dann mit Ihrem Siegel auszuzeichnen:
“Heutzutage ist der “Serrano”-Schinken ein Produkt, das in der Europäischen Union als garantiert traditionelle Spezialität (g.t.S.) geschützt wird und Spanien ist sein wichtigster Produzent.”
(Näheres über den gebräuchlichen spanischen Serrano findet man auf der Seite des Consorcio.)
Wo der Plus-Serrano herkommt können wir folglich nur ahnen.
Hier ein Auszug aus einem Report der Saria AG, laut Webpage “das größte familiengeführte europäische Unternehmen im Bereich der Schlachtabfall- und Tierkörperentsorgung und -verwertung.”
“Unsere Kunden in der fleischverarbeitenden Industrie orientieren sich in diesem Sinne. Täglich gehen die LKW mit westfälischen Schinken nach Italien, um dort zu Parma- oder nach Spanien, um dort zu Serano-Schinken veredelt zu werden. Dänische Schweine werden in Niedersachsen zerlegt, und deutsche Fettabschnitte gehen in die polnische Wurstproduktion. Unsere Kunden sind in dem geeinten Europa angekommen. Wir aber auch.”
Sparen Sie sich also die 50 Euro und investieren lieber etwas Geld in einige hundert Gramm echten Pata Negra Schinken. Den Reisenklops kriegen sie eh nicht gegessen bevor er ranzig ist.
Und wer es ganz dicke hat greift gleich richtig in die Tasche für einen echten Jabugo-Schinken.
Wenn Sie schon den Plus-Schinken gekauft haben sollten trösten sie sich mit der Tatsache das es auch schlimmer sein könnte.
Und hier noch ein Rezept:
Jabugo Schinken mit gegrillten Feigen
8 Feigen
Salz
Pfeffer
1 Chilischote, rot
1 halbe Vanilleschote
40 g Zucker
200 g Jabugo-Schinken in dünnen
Scheiben
4 EL Olivenöl
1. Die Feigen waschen und den Stielansatz entfernen. Die Feigen kreuzweise bis zum untersten Drittel einschneiden und mit Daumen und Zeigefinger zusammen drücken. Feigen in eine ofenfeste Form stellen. Mit 2-3 EL Olivenöl beträufeln und leicht mit Salz und Pfeffer würzen.
2. Chilischote entkernen und fein hacken. Halbe Vanilleschote auskratzen und das Mark mit der Chilischote dem Zucker vermischen. Gewürzzucker auf die Feigen streuen.
3. Die Feigen unter dem heißen Ofengrill auf der 2. Schiene von unten ca. 10 Minuten grillen.
4. Inzwischen den Schinken auf 4kleine Teller verteilen. Grosszüggig mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit dem restlichen Olivenöl beträufeln.
5. Zwei Feigen auf jeden Teller geben und sofort servieren.
* Es ist vollbracht.
Posted on November 5th, 2008 by eat. Filed under Neues aus der Non-Food Abteilung.
Mal ausnahmsweise nichts mit Food.
Es macht mich stolz und glücklich zu sehen, dass das Land indem ich die Hälfte meines Lebens verbracht habe, noch in der Lage ist das Richtige zu erkennen.
Eine etwas andere Art der Wahlberichterstattung:
* Nun ist es soweit!
Posted on November 4th, 2008 by eat. Filed under Uncategorized.
Millionen Amerikaner haben heute die Wahl. Es geht nicht nur um schwarz oder weiß, Demokrat oder Republikaner. Die wirklich wichtige Frage die sich die Amerikaner zu stellen haben ist:
Regular or Super Size?
Und hier ist der ganze großartige, erschrekende Film von Morgan Spurlock. Wer möchte kann also, bis die ersten echten Wahlergebnisse irgendwann heute Nacht eintrudeln, sich ein wenig über das “real America” (sic Sarah Palin) informieren.
* TVGehtso
Posted on November 3rd, 2008 by eat. Filed under ich glotz tv.
Die Leute hinter TVGusto sind jung, und sogar recht attraktiv. Warum um Himmels Willen machen sie dann so ein altbackenes, unattraktives Fernsehprogramm? Warum sollte ich, ein Mitglied der relevanten Zielgruppe der 14-45 Jährigen, Sendungen einschalten die Namen tragen wie “Dipp-Visite,” “Gugelhupf” oder “Royal Dinner”? Wieso glauben die Macher, dass ich aufgewärmte Resteköche sehen will, die schon beim Vox Kochduell kochten, und auch schon dort nicht gerade Trendsetter waren?
Da muss doch mehr drin sein, oder?
Dipp-Visite?! Mann, Mann, Mann.
* Wer mag da noch in der eigenen Hütte essen?
Posted on November 3rd, 2008 by eat. Filed under fotografische Berichterstattung.
* Herbst ist Suppenzeit.
Posted on November 2nd, 2008 by eat. Filed under aus der küche.

Etwa 1 kg Butternut-Kürbis schälen, entkernen und würfeln.

Im Bräter mit Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen.

Im Ofen rösten.

2 Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen grob hacken. Wer mag kann
noch ein daumengroßes Stück geschälten Ingwer verwenden.

In 2 EL Öl hellbraun anschwitzen.

Gerösteten Kürbis und 1,2 Liter Brühe dazu geben. 20 Minuten kochen.
Anschließend fein pürieren.

Mit Ahornsirup und Salz und Pfeffer würzen.

Mit etwas Kernöl servieren.
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Foto: The Pug Father
