Archive for Oktober, 2008
* Happy Halloween.
Posted on Oktober 31st, 2008 by eat. Filed under Uncategorized, aus der küche.
Und Reformationstag! Deswegen ein leicht reformierter Klassiker.
Kürbispüree mit gebratenen Pilzen und Kürbiskernpesto
800 g Hokkaido-Kürbis
Salz
Pfeffer
4 EL Olivenöl
20 g Kürbiskerne
6 Stiele Petersilie
1 große Knoblauchzehe
1 TL Kürbsikernöl
250 g gemischte, fleischige Pilze
1 Schalotte
1 Zweig Rosmarin
125 ml fettarme Milch
etwas frisch geriebene Muskatnuss
2 TL Zitronensaft
Kürbis vierteln und die Kerne herauslösen. Das Fruchtfleisch auf ein Backblech stellen, leicht salzen und pfeffern und mit etwas Olivenöl beträufeln. Im heißen Ofen bei 190°C ca. 55 Minuten backen.
Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten bis sie sich aufblähen. Abkühlen lassen und fei hacken. Petersilie waschen, zupfen und sehr fein hacken. Knoblauch pellen und sehr fein hacken. Alles mit 2 El Olivenöl und dem Kernöl verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Bis zur weiteren Verwendung bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
Inzwischen die Pilze putzen und je nach Größe vierteln oder halbieren. Schalotte pellen und fein hacken. Rosmarin vom Zwieg zupfen und grob hacken.
Ende der Garzeit die Milch mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss aufkochen. Kürbis mit der Schale in eine Küchenmaschine geben und bei mittlerer Geschwindigkeit pürieren.
Die Milch nach und nach dazugeben, weiter mixen bis ein glattes Püree entsteht. Erneut würzen und zugedeckt warm halten. Restliches Öl in einer schweren Pfanne erhitzen. Pilze darin bei hoher Hitze rundherum anbraten. Schalotten dazu geben und weitere 2-3 Minuten braten.
Rosmarin dazugeben, alles mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen.
Kürbispüree mit den Pilzen auf Teller geben und mit dem Pesto servieren.
* Jamie Oliver does it again.
Posted on Oktober 31st, 2008 by eat. Filed under ich glotz tv.
Es erstaunt mich immer wieder wie Jamie Oliver (und seine Medienberater) es alle 12-15 Monate schaffen, den smarten Koch aus England neu zu erfinden. Diesmal hat man sich ein hohes Ziel gesteckt. Englischen Kindern in der Schule was Gesundes und Schmackhaftes zu bieten war nur der Anfang, diesmal dreht es sich um nichts weniger als dem gesamten Volk das Kochen beizubringen. Der Plan ist genauso simpel wie einleuchtend: ein kulinarisches virales Marketing. Wer ein Rezept gemeistert hat, gibt sein Wissen an vier Freunde weiter. So entwickelt sich ein Schneeballeffekt der bald für viele Heston Blumenthals von Cornwall bis Schottland sorgen wird. Oder, dass ein ganzes Volk in naher Zukunft ein und diesselbe Version von Bangers and Mash kocht.
Aber in aller Ehrlichkeit, das Konzept ist wesentlich tiefgreifender als das, und überzeugt dadurch dass es die Menschen an etwas heranführen möchte, das sie bereits kennen oder früher mal kannten. Ein gutes, selbstgekochtes Essen. Wie bei Mum. Oder Queen Mum. Einfach und nachvollziehbar. Sicher, ähnliche Dinge hat er schon in seinen bisherigen 324 Kochbüchern veröffentlicht, aber das Konzept finde ich nachahmenswert. Bis so etwas in Deutschland stattfindet können wir unsere Rezepte hier abholen: aber, Vorsicht! Augenschmerzen.
Apropos Jamie Oliver, NutriCulinary berichtet hier, dass das “Jamie Oliver Dinner” in Hamburg umzieht.
* Schon wieder umgezogen.
Posted on Oktober 30th, 2008 by Administrator. Filed under An apple a day, keeps the administrator away., Uncategorized.
Das Apple Programm iWeb ist einfach nicht für das Bloggen geschaffen, so habe ich die Konsequenz gezogen und habe mich mit Wordpress angefreundet. Leider sind die Vorlagen alle etwas gleich und erlauben nicht die Handschrift die ich mir erhofft hatte, jedoch überzeugt hier eindeutig die Benutzerfreundlichkeit. Wenn ich in den nächsten Wochen weiteren Content auf der eat-Homepage habe, werde ich dieses aber weiterhin über iWeb ins Netz stellen, die alte eat-Adresse bleibt also auch in ihrer Form erhalten.
Die seltsamen Umbrüche im Quittenbeitrag bitte ich zu entschuldigen, nach dem Import von iWeb lassen sie sich nicht mehr richtig bearbeiten. Wie es aussehen sollte können Sie hier sehen.
Wenn jemand einen Workaround hat, wie man auch die Optik der iWeb-Seite auf Wordpress laufen lassen könnte, wäre ich gegen ewige virtuelle Dankbarkeit, für einen Austausch dieser Tipps sehr zu haben.
* Nimm ne Quitte, ja?
Posted on Oktober 29th, 2008 by Administrator. Filed under Uncategorized, aus der küche.
Ich mag Lebensmittel, die erst mit etwas Aufwand ihre wahren Reize entfalten. Beispielsweise Holunderbeeren, Artischocken, Pastinaken oder eben, die Quitte.
Hart, zerschrammt und mit einem leichten Pelz überzogen, wartet sie darauf vom kalten Wochenmarkt nach Hause gebracht zu werden, wo sie in der Wärme der Küche durch das Verströmen ihres bezaubernden Dufts sobald ahnen lässt was alles in ihr steckt.
Bloß, wie kommt man ran an das Gute?
Ich stelle mir vor wie die ersten Urmenschen im Kaukasus, der wahrscheinlichen Heimat der Quitte, beim Streifzug übers Land an den Quittenbaum gerieten. Der erste Bissen in das duftende Obst führte dann aber augenblicklich dazu, dass die Quitte Jahrtausende, bis zu der Entdeckung des Feuers mindestens, ungenutzt blieb. Denn roh ist die Quitte nicht genießbar. Das harte Fruchtfleisch, die reichlich vorhandenen Gerbstoffe und der dadurch bittere Geschmack machen ein Kochen der Frucht nötig. So an die vierzig Minuten Garzeit sind nötig um das Obst weich genug zu kriegen dass es genossen werden kann.
Man kann die Früchte pochieren, zu so genanntem Quittenbrot verarbeiten oder zu köstlichem Gelee verkochen.
Für das Gelee muss man die Früchte (wie für alle Zubereitungen) zuerst gründlich mit einem Tuch vom Pflaum befreien. Anschließend die Früchte mit Schale und Kernen grob klein schneiden und mit Wasser zum Kochen bringen. Nun zugedeckt bei niedriger Hitze 40-45 Minuten sanft köcheln. Die Früchte mit der Flüssigkeit in ein mit Mulltuch ausgeschlagenes Sieb geben und abtropfen lassen. Dabei nicht auf die Früchte drücken, da sonst das Gelee trübe wird. Jetzt den Saft abmessen mit der gewünschten Art Gelierzucker zu Gelee kochen. In sterilisierte Gläser füllen und verschließen. Um 900 ml Saft zu erhalten,benötigt man ca. 2 kg Früchte und 500 ml Wasser. Das ist die Menge Saft die für eine Packung Gelierzucker 2:1 reicht. Ich habe dafür Birnenquitten verwendet und ein zart rosafarbenes, fein säuerliches Gelee erhalten.
Für fortgeschrittene Quittenliebhaber hier noch ein Rezept für einen feinen Quittenstrudel.
Quittenstrudel
Für den Teig:
150 g Mehl
1 El Öl
Salz
Öl zum Bestreichen
Mehl zum Bearbeiten des Teiges
Für die Füllung:
3 EL getrocknete Cranberries
350 g Quitten
150 g säuerliche Äpfel (z.B. Elstar)
2 TL Zitronensaft
5 EL Akazienhonig
1 TL abgeriebene Zitronenschale
50 g Semmelbrösel oder zerbröselter Zwieback
2 EL Zucker
30 g gehackte Mandeln
1 Msp. Zimt
ca. 60 g Butter
Puderzucker zum Garnieren
Die Zutaten für den Teig mit 100 ml lauwarmem Wasser vermengen und mit dem Knethaken des Handrührgeräts zu einem glatten Teig bearbeiten. Zu einer großen Kugel formen, mit Öl einpinseln und in Klarsichtfolie einschlagen. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Sultaninen in 3-4 EL Wasser 10 Minuten einwachen und anschließend ausdrücken. Quitten und Äpfel schälen, vierteln, entkernen und auf einer Kastenreibe grob raffeln. Mit dem Zitronensaft, der Zitronenschale, Honig und den ausgedrückten Cranberries mischen. In einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren 10 Minuten sanft dünsten. Anschließend vollständig auskühlen lassen. Obstmasse mit den Semmelbröseln, Zucker, Mandeln, und mischen.
Strudelteig auf ein bemehltes Tuch geben und mit einem bemehlten Rollholz den Teig rechteckig ausrollen; nun die Hände mehlen und vorsichtig mit den Handrücken den Teig auf eine Größe von etwa 40 x 30 cm ausziehen. An den Rändern gerade schneiden. Butter schmelzen und etwa die Hälfte lauwarm auf 2/3 des Strudelteiges streichen. Verbliebene Butter zur Seite legen.
Die Obstmischung auf den gebutterten Teig verteilen. Dabei an den Seiten einen Rand von ca. 5 cm lassen. Den Strudel mit Hilfe des Geschirrtuches aufrollen. Die Enden nach unten schlagen.
Den Strudel vom Geschirrtuch schräg auf ein gut gefettetes Backblech rollen. Mit etwas Butter bestreichen und im heißen Ofen bei 190-200 Grad ca. 30 Minuten backen. Zwischendurch mit der restlichen Butter bestreichen.
Den Strudel nach dem Backen etwas abkühlen lassen und kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.
* Willkommen
Posted on Oktober 21st, 2008 by Administrator. Filed under Uncategorized.
Vielleicht nicht gerade das worauf die Welt gewartet hat, das gebe ich gerne zu. Trotzdem werde ich mich hier in der nächsten Zeit, teils ernsthaft, teils ironisch, der Welt des Kochens und des Genießens widmen.
In Zukunft werde ich hier auch kleine Filme präsentieren, mich mit den aktuellen Trends der Gastronomie und des Kochfernsehens auseinandersetzen und dabei wohl auch ein paar kritische Töne einschlagen.
Ich hoffe es finden einige Leser den Weg hierher und sehen genug um auch ein Wenig verweilen zu wollen…
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